Wien 1789 – 648 Fiacker und 18.000 Hunde.

W

Zwei Jahr vor Mozarts Tod erscheint in Wien ein neuer Reiseführer. Und Wolfgang Amadé Mozart kauft ihn. Das Büchlein befindet sich in seiner kleinen Bibliothek.

Geographisches und topographisches Reisebuch durch alle Staaten der österreichischen Monarchie nebst der Reiseroute nach Petersburg durch Polen.“

Ein echter Reiseführer. Zum Beispiel alles Wissenswerte rund um Wien. Hotels, Restaurants, Kaffeehäuser, Sehenswürdigkeiten und viel es mehr.

Die Zahl der Kutschen auf 4.500; die Zahl der Pferde auf 9.000; Die Zahl der Hunde auf 18.000. […]

Fiacker sind gegenwärtig 648.
Sie stehen von Tagesanbruch bis nach 9 Uhr Abends auf allen größern Plätzen und Strassen der Stadt und Vorstädte. Jeder hat seine Nummer, um ihn nöthigen Falls bei der Polizei finden, oder verklagen zu können. Sie sind keiner festgesetzten Taxe unterworfen.

Man bezahlt gewöhnlich
von einem Ende der Stadt bis zum andern 14 Kr.,
– in eine nahe Vorstadt 15 Kr.,
– bis zur Linie 24 Kr. c.;

dieß bei gutem Wetter , und an gewohnlichen Tagen. Bei schlimmen Wetter, an Feiertagen, oder bei ausserordentlichen Vorfällen, muß man mehr bezahlen. – Man nimmt die Fiacker auch zu Spazierfahrten auf das Land, 3 bis 4 Stunden weit.

Was geht ab?